Home > Aktuelles > Faschingfans und Faschingsmuffel gleichermaßen begeistert

Autorin: Sonja Gonschorek

Am vergangenen Faschingswochenende lud Pastoralreferent Christian Bräuherr alle Ministranten der Gesamtpfarrei Loiching mit Expositur Wendelskirchen zu einer Ministrantenfreizeit in Otzing, Landkreis Deggendorf ein.Das Programm für diese drei Tage wurde in vielen gemeinsamen Stunden mit der Ministrantenleiterrunde erarbeitet. Es gelang den Organisatoren bestens, einerseits Ministranten, welche dem närrischen Endspurt aus dem Weg gehen wollten, und andererseits Ministranten, welche sich auf viele lustige (Faschings-) Spiele freuten anzusprechen.

Bereits Freitag um 16:30 Uhr quollen aus dem Bus viele Minis voller Vorfreude samt ihrem Gepäck. In Otzing wurden sie schon von der Vorhut, bestehend aus zwei Mitgliedern des neugewählten Pfarrgemeinderates, Straubinger Brigitte und Gonschorek Sonja, und der ehemaligen Sprecherin des Pfarrgemeinderates, Stieglbauer Anita erwartet. Diese drei waren für die Verköstigung der Kinder und Jugendlichen zuständig. Letztere dankenswerterweise auch zusätzlich ruotioniert schon seit vielen Jahren für die Nachtaufsicht. Sehr hilfreich war natürlich die jahrelange Erfahrung Stieglbauers, welche zudem Fachlehrerin für Hauswirtschaft ist,  und Straubingers. Sie schafften es den Geschmack aller zu treffen, wie ihnen nach jedem Essen versichert wurde. Die Köche wiederum waren sehr angetan über die Bereitschaft diverse Dienste wie Tisch decken und abräumen zu übernehmen.

Nach dem Bezug der Zimmer, der Erforschung des Hauses und dem Abendessen konnten sich die Ministranten aus den einzelnen Kirchen der Pfarrei bei vielen lustigen Gesamtgruppenspielen gegenseitig wieder näher kommen. Dies ist auch die hauptsächliche Intention dieser Minifreizeit in Otzing laut Pastoralreferent Christian Bräuherr: „Gemeinsame Aktionen aller Minis zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühles und zum Erleben – Wir sind alle Minis – sind mir seit Beginn meines Pastorats in Loiching sehr wichtig. Deshalb fahren wir im Zwei – Jahres – Rhythmus zu einer Freizeit; im Vier – Jahres – Rhythmus nach Rom (selbstredend nur die Minis ab einem gewissen Mindestalter) und die verbleibenden Jahre planen wir immer einen Tagesausflug. Sind doch sonst bei den einzelnen Gruppenstunden die Minis der einzelnen Orte mehr unter sich.
Die Kostenbeteiligung der einzelnen Teilnehmer können wir glücklicherweise gering halten, da wir beim traditionellen „Rote – Eier – gehen“ zu Ostern immer Spenden aus der Bevölkerung zur Durchführung solcher Maßnahmen erhalten. Die Minifreizeit gerade in Otzing abzuhalten bietet sich auch wegen der geringen Übernachtungskosten trotz eines überaus großzügigen Raumangebots an,“ wie Herr Bräuherr weiter ausführte.

Als religiöse Einheit folgte dann eine nähere Betrachtung der einzelnen Kirchenpatrone wie zum Beispiel St. Jakobus in Wendelskirchen oder St. Leonhard in Weigendorf. Dieser Abend endete wie der folgende mit einem Abendgebet/Spätschicht. Die Zimmerruhe wurde von vielen Teilnehmern noch zum langen, ruhigen Plausch genutzt.

Der Samstag morgen begann mit einer Phantasiereise und nach dem Frühstück wurde ein gemeinsamer Gottesdienst vorbereitet. Zu diesem war Pater Mariusz geladen, da Pater Marian leider verhindert war.  Wie Pater Mariusz deutlich anzumerken war, freute er sich sehr, einen Gottesdienst nur für und mit den Kindern und Jugendlichen zu gestalten. Die musikalische Begleitung gelang den älteren Ministranten, vornehmlich Mädchen, erstklassig. Sogar ein Kanon wurde miteingebaut. Pater Mariusz wollte sich anschließend die vielgerühmten Kochkünste nicht entgehen lassen, weshalb er gerne noch zum Mittagessen und auch eine Weile danach blieb. Den Besuch bei den Ministranten musste er dann aber leider aus terminlichen Gründen, in den Augen vieler Minis viel zu Früh, wieder beenden.

Der spätere Nachmittag war von einem Stationenlauf geprägt, welcher eigenständig von der Ministrantenleiterrunde durchgeführt wurde. Unter anderem mussten möglichst viele Teelichte mit nur sechs Streichhölzern angezündet werden. Der absolute Rekord lag  bei 140 Teelichten, welcher  von Felix aufgestellt wurde. Nicht geklärt werden konnte allerdings, ob dieses Spiel als eigene Station nur dem Zwecke zukünftigen Mesnernachwuchs auszubilden geschuldet war.

Nach einer weiteren religiösen Einheit zum Thema der Kirchenpatrone ging es beim späteren „Halli-Galli Quiz“ unter anderem genau um dieses kirchliche Wissen. Und nach dem Abendessen waren alle wieder für lustige Gesamtgruppenspiele gestärkt.  Auch diverse Siegerehrungen für das Quiz (Gruppe St. Paulus gewann hierbei) und den Stationenlauf (Felix und Barbara) wurden vorgenommen. Für altersgerechte Preise, unter anderem Gutscheine für Fast Food oder Süßigkeiten, war gesorgt.

Nach der Spätschicht folgte wieder die Zimmerruhe, welche nicht mehr ganz so exakt wie am vorigen Abend eingehalten wurde. Dies wurde mit einem zugedrückten Auge angemahnt, da sich die Nachtaufsicht mit allen anderen mitgereisten Erwachsenen zusammen sehr wohl an so manch eigene lustige und etwas lautere verbrachte Nacht in den eigenen Jugendfreizeiten erinnern konnte.

Beim Sonntagsfrühstück nach der rituellen Morgenphantasiereise war deshalb die Gesprächsbereitschaft Einzelner niedriger und vielen Kindern stand die Erschöpfung und Müdigkeit ins Gesicht geschrieben. So wurden im wieder folgenden Gesamtgruppenangebot nach der religiösen Einheit nun auch etwas ruhigere Spiele gewünscht.

Christian Bräuherr gab dann die Ergebnisse der Zimmerralley bekannt, in der es vornehmlich um Ordnung und Sauberkeit ging. Diese Punkte wurden Freitag und Samstag mehrmals unangekündigt von den Erwachsenen kontrolliert. Die Verlierer führten ihre „Strafe“ – die Mülltrennung der Küche vorzunehmen – allerdings mit bewundernswerter Fassung aus. Anzumerken ist hierbei dass es sich bei dem Verliererzimmer um ein Mädchenzimmer und beim Gewinnerzimmer, was eine äußerst knappe Entscheidung war,  um ein Jungenzimmer handelte. Nähere Details werden dazu nicht bekanntgegeben. Zum Toilettenputz erklärte sich – zur Erleichterung vieler Minis-  Herr Bräuherr bereit.

Mittagessen und gemeinsames Aufräumen stand noch zum Abschluss auf dem Plan, bevor der Bus gegen 14:00 Uhr viele immer noch etwas wortkarge und müde Ministranten wieder einlud.

Ende März werden dann als Dankeschön die „Pfarrgemeinderatköche“ von den Ministranten zu einem kleinen Essen eingeladen.
Und auch der Bevölkerung der Pfarr-Gemeinde Loiching/Wendelskirchen gilt ein großes Dankeschön für die, durch ihre Spenden, Ermöglichung dieser so schönen Freizeitmaßnahme.

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