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Foto: Markus Straubinger

Foto: Markus Straubinger

St. Nikolaus und Weihnachtsmann im Loichinger Sonntagsgottesdienst

Loiching. Im gestrigen Sonntagsgottesdienst trafen sich vor zahlreich erschienenen Kindern und Gläubigen Nikolaus und Weihnachtsmann im Altarraum. Musikalisch umrahmten den Gottesdienst Christina Riedl an der Orgel und die Gitarrengruppe unter der Leitung von Karin Wippenbeck.

Bischof Nikolaus, welcher den Weihnachtsmann nicht kannte, war erstaunt über dessen Aussage, dass Weihnachten nur wegen ihm ein Fest der Freude sei. Denn, laut Weihnachtsmann freuen sich die Menschen ja über die Geschenke, welche er bringe, über das tolle Essen, die Tannenbäume und Kerzen! Und nicht zuletzt über das Fernsehprogramm! St. Nikolaus erklärte ihm, zuallererst ginge es an Christi Geburt um die Frohe Botschaft unseres Herrn! In Jesus ist Gott selbst ein Mensch geworden, einer wie wir, einer von uns. Das ist ein frohe Botschaft für uns, denn es bedeutet: Wir alle haben einen Platz bei Gott, unser Leben ist getragen von diesem Vertrauen. Das wollte der Weihnachtsmann so nicht gelten lassen, denn schließlich erlebt er andere Zeiten. Computer, Videos, nur mit den coolsten Geschenken werden Freunde und Spaß am Leben gefunden. Er, Nikolaus, schenke ja nur ein paar Nüsse und Äpfel… Bischof Nikolaus berührte dann aber doch mit den Worten: „Meine Legenden hört man immer wieder gern. Denn alle, die sie hören, spüren, darin steckt ein wahrer Kern, und das ist der Glaube an den lebendigen Gott. Aus ihm habe ich vor 1700 Jahren gelebt und aus diesem Glauben leben noch heute die Christen auf der ganzen Welt. Weihnachten ohne Jesus ist ein fauler Zauber. Die Freude, die der Weihnachtsmann mit seinen Geschenken bringt, hält nicht auf Dauer, trägt nicht ein Leben lang. Meine Freude dagegen, ist eine Freude, die den Augenblick überdauert.“

Mancher Erwachsener mag während dieser Worte zum Nachdenken gekommen sein, die Kinder lauschten St. Nikolaus andächtig. Der geläuterte Weihnachtsmann trug im Anschluss Fürbitten vor, in denen er unter anderem darum bat, sich für eine gerechte Welt, gegen Gewalt und Unterdrückung einzusetzen. Weniger auf Kosten anderer leben und nicht nur kaufen, was billig ist, sondern darauf achten, wo es hergestellt wurde.

Zum Ende des Gottesdienstes verteilte Bischof Nikolaus an alle Kinder Schokonikoläuse, welche wirklich dem Nikolaus nachempfunden waren – mit Mitra und Bischofsstab.