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„Weihnachten ist das Fest der Menschwerdung – Was ist der Mensch?“

Foto: Sonja Gonschorek

Foto: Sonja Gonschorek

Loiching. Am vierten Adventsamstag trafen sich alle KAB´ler zum gemeinsamen Besuch der Vorabendmesse. Anschließend lud die Vorstandschaft in das Gasthaus Gehwolf zur Adventfeier ein.

Erste Vorsitzende Heidi Sigl begrĂĽĂźte alle Mitglieder, besonders Ehrenmitglied Georg Schratzenstaller, Ehrenvorsitzende der KAB Elisabeth Malli und Georg Bauer, BĂĽrgermeister GĂĽnter Schuster, Kreisrat Karl Wolff, viele anwesende Gemeinderäte, das KAB – Team und Pater Marian zur familiären Weihnachtsfeier. Das heutige Beisammensein stellte sie unter das Motto: „Weihnachten, das Fest der Menschwerdung – Was ist der Mensch?“ BĂĽrgermeister GĂĽnter Schuster erläuterte in seinem GruĂźwort das vergangene Jahr in der Gemeinde Loiching, in welchem sich Vieles positiv entwickelt habe. Viel wurde investiert, die Verschuldung konnte auf Null gehalten werden. Auch die KAB könne auf ein ereignisreiches, arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr zurĂĽckblicken. Er freue sich Jahr fĂĽr Jahr sehr auf die Feier gemeinsam mit diesen engagierten Menschen. Pater Marian hatte dem nur noch das Tischgebet hinzuzufĂĽgen.

Sina und Tanja leiteten mit einem gemeinsamen FlötenstĂĽck zum besinnlichen Teil ĂĽber. Monika Dausend am Akkordeon und Maria Krämer mit diversen Instrumenten begleiteten die gemeinsamen Gesänge rhythmisch. Nach dem „SĂĽĂźer die Glocken nie klingen“ hatte Heidi Sigl Gedanken dazu parat, dass schlieĂźlich doch hinter jeder Wolke der TrĂĽbsal auch immer ein Stern der VerheiĂźung glänzt. Maria Dannerbeck dazu: „Welch ein Widerspruch in der Adventszeit! Auf der einen Seite die Aufforderung zur Freude, auf der anderen Seite Menschen, die ihren Wert und den Wert der Anderen vergessen haben, kein SelbstwertgefĂĽhl mehr besitzen, resigniert, sorgenvoll durch die StraĂźen hasten. Was macht den Menschen aus – Was also ist der Mensch?“ Monika Wölbl, Gerdi Schiffler und Dani Seidl: „Was ist der Mensch? Eine Nummer in der Kartei, beim Arbeitsamt… Einer unter vielen. DER FlĂĽchtende berĂĽhrt uns – viele FlĂĽchtende werden zur FlĂĽchtlingswelle, zur Ăśberforderung… Eine Ware, die gehandelt wird in Werkarbeitsverträgen, deren Wert gemessen und kalkuliert wird, ein Wirtschaftsfaktor…“ Bei einem ruhigen QuerflöteninstrumentalstĂĽck, vorgetragen von Maria Krämer und Sandra konnte sich jeder der Gäste zu diesen Gedanken besinnen. Gerdi Schiffler weiter: „Weihnachten ist das Fest der Menschwerdung. Es hat eine Zeit gegeben, da es mich nicht gab. Aber dann sagte einer Ja zu mir, und das war Gott selber. Ich war angenommen von Gottes Liebe und der Liebe in meiner Familie.“ … „Was ist der Mensch? Auch im Hinblick auf das DU. Er ist wie ich einmalig und darum ein Anderer und kostbar. Gott liebt jeden Menschen. FĂĽr ihn gibt es keine Ausnahme!“

Nach dem gemeinsamen „Leise rieselt der Schnee“ wollten die vier Kinder Sandra, Tanja, Sina und Lena anstiften zur Weihnachtsfreude. Am Adventskranz wurden die vier Kerzen – Das Licht des Glaubens, der Hoffnung, des Friedens und der Freude entzĂĽndet. Sonja Gonschorek: „Als das Kind im Stall geboren, kam ein Leuchten in die Welt herein, denn Gott selbst wird bei uns sein!“ Mit „Wir sagen Euch an den lieben Advent“ schloss der besinnliche Teil der Feier.

Nach dem fehlerfrei vorgetragenen Gedicht: „Drauß´ vom Walde komm ich her“ erhielt Lena Kluge viel Applaus. Und schon erschien mit dem Lied: „Lasst uns froh und munter sein“ St. Nikolaus, welcher von den Engeln Daniela Seidl und Heidi Sigl in den Saal geleitet wurde. Viel hatte er über die einzelnen KAB – Mitglieder, wie auch die KAB Familie zu berichten. Anscheinend sei in diesem Jahr oft das Wetter als Ausrede benutzt worden. Einmal sei es zu heiß gewesen (Radwallfahrt nach Altötting und Familienradeln nach Trauseneck); dann wieder zu kalt und regnerisch (Strassenkreidenmalaktion der Kinder). Aber auch über den Bürgermeister und Pater Marian habe er so manches erfahren. In Bezug auf Pater Marian erhielt er eine Randnotiz der Engelredaktion: „Nur Gutes sagen, ist einer von uns!“ Oft musste St. Nikolaus seine Ausführungen aufgrund anhaltenden Gelächters unterbrechen.

Erster Vorsitzender Hans Krämer hatte zum Ende der Feier das letzte Wort. Was, seiner Aussage nach, nicht so oft vorkomme… „Vieles hat sich in diesem Jahr verändert, womit wir KAB´ler bei der letzten Weihnachtsfeier so nicht gerechnet haben… Wir waren uns zwar einig: „Und plötzlich klopft´s an Deine Tür – Herbergesuche in der heutigen Zeit“ war unser Weihnachtsmotto, allerdings rechneten wir nicht mit einer Völkerwanderung. Viele Menschen fliehen vor dem Krieg um ihr Leben zu retten. Sie suchen Sicherheit und Geborgenheit. So wird auch Loiching Asylbewerber in der Gemeinde aufnehmen. Gehen wir ohne Vorbehalt auf diese Menschen zu und helfen ihnen das tägliche, für sie fremde Leben zu meistern. Matthäus 25: „Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen. … Was ihr für einen meinen geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan“.

In diesem Zusammenhang wies Sonja Gonschorek auf die Möglichkeit hin, Olivenholzschnitzereien aus Bethlehem erwerben zu können. Viele christliche Familien in Betlehem müssen sich durch den Verkauf dieser Schnitzereien ernähren können. Pilger, die nach Betlehem reisten, erwarben solche Schnitzereien mit christlichen Motiven. Aufgrund der politischen Lage werden die Touristen weniger. Doris Bräuherr holte die Schnitzereien aus dem Karmelitenkloster in Straubing ab. Pater Rainer ist die Verbindung zu den einzelnen Familien, so dass kein Cent aus den Einnahmen des Verkaufes an Zwischenhändler abgeben werden muss. Viele KAB´ler nahmen von der Möglichkeit Gebrauch und deckten sich mit Weihnachtsgeschenken und Dekorationen ein.