Startseite > Aktuelles > KAB Loiching lud zum traditionellen Familiengottesdienst

Sonntagsschutz in Zeiten von Corona

Loiching. „Sechs Tage darfst du schaffen und all deine Arbeit tun, der siebte Tag ist ein Ruhetag“ (Buch Exodus). Nach diesem Motto lädt die KAB jeden ersten Sonntag im März zum „SonntagsschutzFamiliengottesdienst“. 

Erster Vorstand Hans Krämer ging in seinen Eingangsworten auf die wirtschaftliche Geschichte des Sonntagsschutzes ein. Und mahnte an: „Immer wieder wird von Seiten der Politik versucht den Sonntagsschutz – unter teils fadenscheinigen Begründungen – aufzuweichen. Fast genau vor einem Jahr wurde dem Lebensmittel – Einzelhandel mit der Begründung der Systemrelevanz die zeitlich begrenzte Macht gegeben, jeden Sonntag zu öffnen. Die gesundheitlichen Sorgen und die Belastung der Kassierer/innen wurden beiseitegeschoben. Gott sie Dank trug die breite Gesellschaft dieses Ansinnen nicht mit. Wir als KAB werden nicht müde, „die Systemrelevanz des Sonntagsschutzes“ anzumahnen!“

Pater Roman ging in seiner sehr persönlichen und berührenden Predigt auf die Sorgen und Nöte vieler Menschen ein. Auch er habe Tage, an denen er den Herrn anklage: „Warum lässt du solch eine Pandemie zu, die viele Arme noch ärmer macht; die viele Sorgen über viele Familien bringt!“ Die tröstende Antwort fand er in der Bibel. Missionare berichten über das Leben in der Gemeinde Korinth: „Wir wollen euch über die Not hier nicht in Unkenntnis lassen. Wir hatten keine Kraft mehr und waren so erschöpft, dass wir am Leben verzweifelten. Aber wir wurden wieder stark im Vertrauen auf Gott. Auf ihn ruht unser Vertrauen.“ Pater Roman abschließend: „Ich will euch Mut zusprechen – glaubt, liebt und habt Hoffnung!“ Die Organistin Christina Riedl schloss diesen Worten das ermutigende Lied: „Brot, das die Hoffnung nährt“ (GL 378) an. Wie auch das Lied während der Wandlung Hoffnung geben konnte: „In der Stille angekommen“ (Christoph Zehendner)

Während Kinder Kerzen an den „Jesus-Seitenaltar“ vortrugen, verlas Monika Wölbl die Fürbitten, in denen auf die coronabedingte Veränderung der Sonntage eingegangen wurde. Unter anderem hieß es: „Gegenseitige Sonntagsbesuche wie vor der Corona Pandemie sind nur eingeschränkt möglich. Hilf uns, diese Besuchsverzichte gut aushalten zu können.“ Auch auf das „plötzliche Wegfallen der Arbeitstage“ wurde eingegangen: „Für Viele gibt es aufgrund von Schließungen keine Werktage mehr. Gib diesen Menschen die Kraft und Zuversicht, dass sie nach den Öffnungen wieder in ihrem oder einem neuen Arbeitsfeld tätig werden können.“

Üblicherweise schließt sich dem KAB Familiengottesdienst eine Aktion im Freien an. Das gemeinsame Zumbatanzen mit Pater Roman oder die Verspeisung von Faschingskrapfen sind Beispiele dafür. Diese Tradition wurde natürlich aus Gründen des Gesundheitsschutzes unterbrochen, aber alle KAB´ler sind zuversichtlich, dass sie im Jahr 2022 fortgeführt werden kann.