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Pfarrgemeinderat lud zum Europagottesdienst

Loiching. „Wir sollen die Seele Europas sein!“ Dazu hat Papst Franziskus alle Christen aufgerufen. Erzbischof Jean-Claude Hollerich, Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der EU (COMECE): „Europa ist ein Friedensprojekt. Wir haben uns inzwischen so sehr an den Frieden gewöhnt, dass viele nicht mehr merken, wie Nationalismus und Hass geschürt werden. Die Kirche muss sich bei der Politik und bei den Menschen in den Gemeinden aktiv einbringen und sich für die Bedeutung Europas einsetzen!“ 

Aufgrund dieser schlüssigen Appelle war es für Pater Roman Pikarskie und sein Liturgieteam aus dem PGR ein naheliegender Schritt am Wahlsonntag zum Europagottesdienst einzuladen. Sehr gelungen, ansprechend und berührend musikalisch umrahmt vom „Duo Riedl“. 

Pater Roman führte mit einer kurzen Biographie der Katharina von Siena (14. Jhdt. – setzte sich aufgrund damaliger Kämpfe zwischen italienischen Staaten für Frieden in Europa ein) in die Thematik ein. 

Bereits in der ersten Lesung (Apg 15) wurde berichtet wie ein Konflikt mit Hilfe gesandter – „gewählter“ Personen gelöst werden kann. Sie erzählt, wie sich das Christentum unter Führung des Heiligen Geistes langsam aus Juden und Heiden formt. Die verschiedenen Lebensweisen führen zwangsläufig zu Streitereien. In gemeinsamen Gesprächen, Anhören der unterschiedlichen Standpunkte von den Gesandten untereinander wird die Lösung gefunden. 

Anstelle der Predigt kam es zu einem Gespräch zwischen einem Firmkind und einer Pfarrgemeinderätin, welche sich auf den Weg zur Wahl machen wollte. Gemeinsam erarbeiteten die beiden, warum die Europawahl ein wichtiges Recht und Pflicht eines jeden Einzelnen ist. In den von weiteren Firmkindern gelesenen Fürbitten hieß es unter anderem: „Schenke uns das Vertrauen, dass im Miteinander der Länder Europas, die Chance für eine friedliche Zukunft liegt und wir daraus reichen Segen empfangen.“ Auch die Hoffnung vieler Jugendlicher dass der Schöpfung wieder verantwortungsvoller gedacht wird, wurde ausgesprochen.

Zur Kommunionspendung erklang folgerichtig die Europahymne (Katharina Riedl Flöte – Christina Riedl Orgel). Mit einer bewegenden Abschlussmeditation in der die PGRätinnen unter anderem darum baten, vor der Angst vor dem Unbekannten und Fremdem bewahrt zu werden, schloss der an alle Wähler appellierende Gottesdienst.